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Kasse | Arjouni | Mosley | Williams

Kasse

Paramour Studios beginnt das Neue Jahr mit einem Tribut an Grenzen und die Menschen, die dort leben. Film-Makern, die so tiefschürfend in ihren Seelen graben, daß sie auf der Weltbühne auftauchen. Was alle Spielfilme heute abend gemeinsam haben, ist ihre Eigenartigkeit. Jeder stellt das hartgesottene Weltbild eines Protagonisten an der Grenze zwischen zwei Welten dar. Diese Persönlichkeiten sind keine Individuen. Es sind Einzelgänger. Jeder stellt eine Nation aus einer Person dar, mit ihrer eigenen Sprache, Kultur und Bräuchen. Obwohl zwei der film noir von heute abend frei erfunden sind, zeigen alle drei Wahrheiten auf, die so unvermeidlich und unerbittlich wie die Schwerkraft sind.

Und jetzt zur Spielfilmvorführung von heute abend. Lehnen Sie sich zurück und genießen Sie die Show. Nicht vergessen: die Zuschauer hören zu.


Jakob Arjouni
In "Happy birthday, Türke!" stellt Jakob Arjouni Kemal Kayankaya, einen 26 Jahre alten Privatdetektiv vor, der ein schlimmes Problem hat. Nicht wie seine literarischen Großväter Sam Spade und Philip Marlowe, ist Karankaya ein geborener Einzelgänger. Er ist ein ethnischer Türke und deutscher Bürger, der kein Türkisch spricht. Wenn man die Wahl hat, sind die getreuesten Verbündeten von Kayankaya Intuition, Humor und Alkoholismus.

Walter Mosley
In "Teufel in Blau," stellt Walter Mosley Ezekiel ("Easy") Rawlins vor, einen schwarzen Kriegsveteran, der gerade rausgeschmissen wurde -- von einer Kriegsindustrie in Los Angeles, circa 1948. Während sich Easy laut fragt, wie er seine Hypothekenzahlungen leisten kann, entscheidet das Schicksal in gewohnter, brüsker Art. Ein Weißer in weißem Leinenanzug bietet viel Geld, wenn Easy nur 'ne gewisse Daphne Monet findet, eine blonde Schönheitskönigin, die Jazzclubs besucht.

Donna Williams
"Ich könnte verschwinden, wenn du mich berührst" ist eine Autobiographie, deren Veröffentlichung genau die Autorin, Donna Wiliams, aus der relativen Sicherheit des Autismus in die sehr echten Gefahren "der Welt" zwang. Die Wut von Williams ist greifbar, angefangen vom Wort "gehen".


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