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Hallo, Soldat. Mr. Huge ist jetzt nicht in seinem Büro. In der Tat ist er niemals in seinem Büro. Klar, Sie können sich setzen und "warten". Aber bemühen Sie sich nicht mit Durchwühlen des Aktenschrankes. Das ist nur 'n Köder. Und vergessen Sie das Bodensafe. Es ist fast so leicht es zu knacken als das Fort Knox. Das ist aber komisch. Mr. Huge läßt immer einen vertraulichen Aktenvermerk klar sichtbar auf seinem Schreibtisch. Fast wie ein Magazin in einem Wartezimmer. Wie bitte? Ist das eigenartig? Sie haben sichtlich Mr. Huge nicht kennengelernt.


VERTRAULICHER AKTENVERMERK

An: Wacht am Himmel
Von: Gottesanbeterin
Bezug: Andersen, Marc ("Admiral")
Stufe: Sicht, nur Sie


Schlußfolgerung

Ihrer Weisung gemäß habe ich meine Hintergrunduntersuchung von Marc ("Admiral") Andersen abgeschlossen. Alles Beweismaterial weit darauf hin, daß der Mann stark bewaffnet und äußerst gefährlich ist. Als Waffen zieht er vor: (a) Laser-Fokus, (b) brutalle Offenheit und (c) Galgenhumor. Er hat wiederholt einen Willen gezeigt, diese Waffen, mit oder ohne Provokation einzusetzen. Andersen stellt absolut eine Gefahr für sich selbst und die Gemeinde dar. Ich bin der festen Überzeugung, daß er ein Mann ist, mit dem wir Geschäfte machen können.


Biographie

Marc ("Admiral") Andersen, der unbestrittene König der Spielschiffe, wurde als Anthony Stralla in der Piedmont-Region von Italien, 9 Kilometer von der Schweizer Grenze, geboren. Nach Ankunft in Kalifornien als junger Mann änderte er seinen Namen auf Marc Andersen und schaute nie zurück.

Andersen begann in Kaliforniern als ein Rum-Schmuggler und importierte Scotch Whisky von Kanada und Mexiko nach Malibu. Nachdem er im Kalten Krieg "120 Millionen Menschen davor bewahrte, durch Gift getötet zu werden" -- nämlich durch schlechten Schnaps -- einem echten Dienst an der Allgemeinheit, der ihm 'ne Zeit auf McNeil Island eintrug -- rüstete Andersen einen veralteten Dampfer mit Spielgerät aus, taufte das Schiff auf "S.S. Mosaic" um und verankerte es knapp außerhalb der Drei-Meilen-Reichweite der Festlandsbehörden.

In einem Disput mit der Schiffsleitung setzte Andersen den Besitz auf einen einzigen Würfelwurf -- was zu seinem bekannten Stil: Keine Gefangene nehmen, werden sollte, verlor und begann von neuem. Das nächste Schiff von Andersen, das "S.S. Casino", erwies sich als das Juwel aller Spielschiffe.


Geschäft

Heute sind schwimmende Casinos in Kalifornien, entfernt von Venice, Redondo Beach und Long Beach verankert, aber die lukrativste, tollste Spielhölle ist Andersens "S.S. Casino", drei Meilen von Bay City verankert. Tausende von Spielern stehen Schlange am Bay City Pier und warten auf Wassertaxis, die rund um die Uhr jede 10 Minuten zum "Casino" abfahren.

Das "Casino" bietet Gästen Roulette, Faro, Blackjack, Stud Poker, Hohes Pik, Würfelspiel, Chuck-a-Luck, und eine chinesische Lotterie. Es hat 300 Spielautomaten, eine 70-Meter-Bar, sechs Roulettenräder, und acht Würfelspieltische. Unten ist ein 500-Sitz Bingosalon sowie ein Wettbüro außerhalb der Pferderennbahn.

Alles in allem kann das "Casino" zu jeder Zeit so viel wie 3000 Gäste handhaben. Und es holt so viel wie 400,000 Us-Dollar im Tag von den "Squirrels" (Eichhörnchen) heraus, wie Andersen liebevoll die gewöhnlichen Leute nennt, die seine Kunden darstellen. Viele Studio-Notablen sind unfähig, den Ganzseiten-Zeitungsinseraten von Andersen zu widerstehen. Aber den Squirrels, nicht den Prominenten, verdankt das "Casino" seinen kommerziellen Erfolg.


Sicherheitsvorkehrungen

Wie jeder achtbare Admiral interessiert sich Andersen für die Sicherheit an Bord. Die Squirrels jedoch beklagen sich oft, daß sie geschlagen oder bestohlen werden, nachdem sie sie große Mengen Bargeld gewonnen haben. Und mehr als ein Leichnam mit einer Kugel im Kopf wurde an Land geschwemmt. Andersen führt so ein strenges Regiment mit seinen 325 Mitarbeitern.

Nach dem "Admiral" selbst kommt der Head Floorman, der als "der Diakon" bekannt ist. Er leitet das Ein- und Ausschiffen von Squirrels bei Wassertaxis, und achtet besonders auf Wulste an Hüften oder Achselhöhlen. Diese persönliche Behandlung wird durch Checker durchgeführt, zu deren Pflichten auch "entschieden sprechen" zu Squirrels gehört, die zuviel getrunken haben. Kein Squirrel hat jemals eine Schußwaffe am Deck gesehen, weil es keinem Squirrel gestattet ist, zum obersten Deck zu klettern, welches vorn und längsschiff mit Maschinengewehren, Feuerwehrschläuchen und Netzen ausgerüstet ist.


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© Kurt Ament | Bay City Stadtrat